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STRATON Datenraum

Virtueller Datenraum für die Immobilienwirtschaft

Der STRATON Datenraum ist eine eigene Plattform für Immobilientransaktionen, Bestände und Portfolios. Betrieben auf eigener Infrastruktur in einem Rechenzentrum in Deutschland. Aufgebaut und betreut wird er von Immobilienfachleuten. Sie sprechen dabei mit denselben Personen, die den Datenraum führen.

  • Eigene Plattform, Betrieb in Deutschland
  • Index nach Immobilien-Logik
  • Aufbau und Betreuung durch Immobilienfachleute
  • Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO
Einordnung

Struktur entscheidet, nicht die Software

Ein virtueller Datenraum ist der Ort, an dem alle Unterlagen zu einer Immobilie oder einem Portfolio zusammenlaufen und kontrolliert zugänglich gemacht werden. Käufer, Finanzierer, Rechtsberater, technische Prüfer und Steuerberater arbeiten gleichzeitig am selben Bestand, sehen aber jeweils nur das, was für sie freigegeben ist. Jeder Zugriff wird protokolliert. Am Ende steht ein abgeschlossenes Archiv, das den Stand der Offenlegung dokumentiert.

Verschlüsselte Übertragung, Rechtevergabe, Wasserzeichen, Volltextsuche und ein Frage-und-Antwort-Modul sind heute weitgehend Standard. Entscheidend sind Gliederung, Vollständigkeit und die fachliche Durchsicht der Unterlagen vor dem Upload. Daran zeigt sich, ob ein Datenraum einen Prozess trägt oder ihn aufhält.

In der Praxis scheitern Prozesse selten an fehlender Software. Sie scheitern daran, dass Baulasten nicht abgefragt wurden, weil sie nicht im Grundbuch stehen. Dass zur Baugenehmigung die Tekturen, Auflagenerfüllungsnachweise und Nutzungsänderungen fehlen. Dass Mietverträge nur als Entwurf statt in der unterzeichneten Fassung eingestellt sind und die Nachtragskette Lücken hat, sodass sich die Einhaltung der gesetzlichen Form (§§ 550, 578 BGB; für Gewerbemietverträge seit dem 1. Januar 2025 Textform) und damit die Laufzeitsicherheit nicht belegen lässt. Dass der Energieausweis fehlt oder abgelaufen ist, die CO2-Kostenaufteilung nicht nachvollziehbar ist und Verbrauchsdaten für drei Jahre je Medium nicht abgegrenzt vorliegen, sodass das ESG-Kapitel leer bleibt. Solche Lücken kosten Zeit, Verhandlungsposition und im Zweifel Kaufpreis.

Wir setzen deshalb am Anfang an. Wir orientieren uns an den im deutschen Immobilienmarkt verbreiteten Datenraum-Systematiken, unter anderem der gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V. (gif), und ergänzen sie um die Kapitel, die heute erwartet werden: ESG und Energie, kaufmännische Bewirtschaftung, Versicherungen, Historie. Vor der Freigabe steht eine formale Vollständigkeits- und Aktualitätsprüfung gegen diese Gliederung. Erkennbare Lücken benennen wir vor der Freigabe.

  • Hauptgliederung nach Immobilien-Logik: Liegenschaft und Grundbuch, öffentlich-rechtliche Verhältnisse, Mietverhältnisse, Technik, Bau und Umwelt, kaufmännische Bewirtschaftung, ESG und Energie, Versicherungen, Steuern, Finanzierung, Gesellschaft, Historie und Schriftverkehr
  • Ergänzende Kapitel je nach Objekt: Wohnungseigentum mit Teilungserklärung, Gemeinschaftsordnung, Beschluss-Sammlung, Wirtschaftsplan, Jahresabrechnung, Verwaltervertrag und Erhaltungsrücklage; Erbbaurecht mit Vertrag, Erbbaugrundbuch, Zins- und Anpassungshistorie sowie Zustimmungserfordernissen
  • Umwelt und Bestandsschutz: Altlastenauskunft, Kampfmittelauskunft, Schadstoffkataster, Denkmalschutz
  • Vollständigkeitsmatrix je Objekt und Dokumentenklasse, mit ausgewiesenen Lücken
  • Formale Vollständigkeits- und Aktualitätsprüfung gegen eine fachliche Sollstruktur vor der Freigabe
  • Trennung der Phasen: anonymisierter Teaser, Phase 1 nach Vertraulichkeitsvereinbarung mit den Unterlagen für das indikative Angebot, Phase 2 mit vertiefter Prüfung nach indikativem Angebot oder Absichtserklärung, Gesellschafts- und Steuerunterlagen beim Share Deal in der Schlussphase
  • Bietergruppen sehen einander nicht und erhalten getrennt gesteuerte Freigaben
  • Personenbezogene Mieterdaten benennen wir vor der Freigabe und stimmen mit Ihnen ab, welche Fassung in der frühen Phase eingestellt wird: geschwärzt, aggregiert oder erst in der Schlussphase
  • Abschlussarchiv als signierte Dokumentation des offengelegten Stands
Leistungsbausteine

Was der Datenraum leistet

Sechs Bausteine, die in jedem Projekt greifen. Sie sind nicht auf Stufen verteilt und nicht einzeln zubuchbar.

Aufbau und Struktur

Wir legen die Gliederung nach Objekttyp, Transaktionsart und Zielgruppe an: Asset Deal, Share Deal, Portfolio oder Dauerbestand. Dokumente werden benannt, einsortiert und mit Objekt-ID, Dokumentenklasse und Gültigkeit versehen. Bei Portfolios wird der Kapitelbaum je Objekt identisch wiederholt und um eine portfolioübergreifende Ebene ergänzt.

  • Gliederung nach marktüblicher Datenraum-Systematik, ergänzt um ESG, Finanzierung und Bewirtschaftung
  • Einheitliche Namenskonvention und Objekt-IDs
  • Vollständigkeitsmatrix als Steuerungsinstrument

Rechte und Rollen

Berechtigungen werden je Datenraum, Ordner und Dokument nach dem Need-to-know-Prinzip vergeben. Lesen, Herunterladen und Drucken sind getrennt steuerbar. Bietergruppen werden voneinander abgeschirmt, Phasenwechsel werden über Freigabeprofile abgebildet. Vor der Öffnung kontrollieren wir die eingerichteten Profile gegen das abgestimmte Phasenmodell.

  • Getrennte Rechte für Lesen, Download und Druck
  • Bietergruppen ohne gegenseitige Sichtbarkeit
  • Kontrolle der Freigabeprofile vor der Öffnung

Q&A

Fragen der Prüfer laufen zentral ein, werden Kapiteln und Fachbereichen zugeordnet und an die zuständigen Beantworter verteilt. Antworten lassen sich einzeln oder gruppenweit veröffentlichen. Fristen, Status und Verantwortlichkeiten sind jederzeit sichtbar, der gesamte Vorgang wird mitprotokolliert und mitarchiviert.

  • Zuordnung nach Fachbereich und Kapitel
  • Antworten wahlweise individuell oder für alle Bieter
  • Fristensteuerung und Statusübersicht

Sicherheit und Hosting in Deutschland

Eigene Plattform, eigener Betrieb, Rechenzentrum in Deutschland. Die Übertragung erfolgt über TLS, ruhende Daten werden verschlüsselt gespeichert. Zur Verarbeitung schließen wir einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Einzelheiten zu Standort, Zugriff und Rollenverteilung finden Sie in den häufigen Fragen.

  • Eigene Plattform, eigener Betrieb, Standort Deutschland
  • Transportverschlüsselung über TLS, verschlüsselte Speicherung
  • Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO

Suche, OCR und Index

Eingescannte Unterlagen werden per Texterkennung durchsuchbar gemacht, sodass auch Altbestände in der Volltextsuche erscheinen. Gesucht wird über den gesamten freigegebenen Bestand, eingegrenzt nach Objekt, Kapitel und Dokumentenklasse. Der Index lässt sich als Verzeichnis exportieren und dient zugleich als Prüfliste für die Beschaffung.

  • Texterkennung für Scans und Altunterlagen
  • Volltextsuche über den freigegebenen Bestand
  • Index-Export als Verzeichnis und Prüfliste

Archiv und Übergabe

Zum vereinbarten Stichtag frieren wir den Datenraum ein und übergeben ihn als signiertes Archiv. Es enthält alle Dokumente in der bekannten Struktur, dazu Index, Q&A-Verlauf und Aktivitätsprotokoll, und bleibt ohne unsere Plattform lesbar.

  • Eingefrorener Stand zum Stichtag
  • Index, Q&A und Protokoll enthalten
  • Signiertes Archiv, plattformunabhängig lesbar
Einsatz

Anwendungsfälle

Ein Datenraum, sechs typische Situationen. Die Gliederung wird jeweils angepasst, die Arbeitsweise bleibt gleich.

Transaktion und Due Diligence

Ankauf und Verkauf von Einzelobjekten und Portfolios, als Asset Deal oder Share Deal. Der Datenraum wird phasenweise geöffnet: anonymisierter Teaser, Phase 1 nach Vertraulichkeitsvereinbarung mit den Unterlagen für das indikative Angebot, Phase 2 mit vertiefter Prüfung nach indikativem Angebot oder Absichtserklärung, Gesellschafts- und Steuerunterlagen beim Share Deal in der Schlussphase. Bietergruppen arbeiten getrennt, das Q&A läuft strukturiert und fristgesteuert.

Portfolio- und Asset-Management

Der Dauerdatenraum begleitet den Bestand über die gesamte Haltephase. Verträge, Prüffristen, Bewirtschaftungsunterlagen und Reporting liegen laufend gepflegt vor. Steht ein Exit an, entsteht der Transaktionsdatenraum durch Filterung des gepflegten Bestands.

Finanzierung und Refinanzierung

Finanzierer, Gutachter und Kreditabteilungen erhalten einen eigenen, klar abgegrenzten Zugang. Die Unterlagen werden auf die Prüfungslogik der Bank ausgerichtet: Objekt und Grundbuch, Mietvertragsspiegel und Mieterträge, Bewertung als Marktwert und, soweit erforderlich, Beleihungswert, Sicherheiten mit Grundschuldbestellung, Zweckerklärung und Rangverhältnissen, Gesellschaft und wirtschaftliche Verhältnisse nach § 18 KWG. Für Prolongationen und Covenant-Nachweise, etwa Kapitaldienstdeckung und Beleihungsauslauf, bleibt der Bestand über die Laufzeit aktuell.

Projektentwicklung und Bau

Genehmigungsstatus, Bauverträge, Nachträge, Sicherheiten, Bautenstandsberichte und Vermietungsstand liegen an einer Stelle. Beim Forward Deal oder beim Übergang in den Bestand wird derselbe Datenraum in die Transaktionsgliederung überführt. Gewährleistungsansprüche und Abnahmedokumentation bleiben dabei erhalten.

Restrukturierung und Insolvenz

Insolvenzverwalter, Sachwalter und Restrukturierer arbeiten unter Zeitdruck mit unvollständigen Unterlagen und vielen Beteiligten. Der Datenraum sichert den vorgefundenen Bestand, macht ihn durchsuchbar und protokolliert die Zugriffe mit Zeitpunkt, Benutzer und Dokument. Gläubigerausschuss, absonderungsberechtigte Grundpfandgläubiger und Kaufinteressenten erhalten getrennt gesteuerte Zugänge. Masse- und Gläubigerverzeichnis, Vermögensübersicht und Berichte für das Insolvenzgericht lassen sich aus dem geordneten Bestand erzeugen; für Verfahren nach StaRUG gilt dieselbe Arbeitsweise gegenüber den Planbetroffenen.

Fondsadministration und Reporting

Kapitalverwaltungsgesellschaft, Anlageausschuss, Verwahrstelle, externe Bewerter und Abschlussprüfer benötigen unterschiedliche Ausschnitte desselben Bestands. Ankaufs- und laufende Bewertungen, Zustimmungen der Verwahrstelle nach § 84 KAGB, Jahresabschlüsse, Berichte und Gremienunterlagen werden zielgruppenbezogen freigegeben. Der Zugriff ist nachvollziehbar dokumentiert, wiederkehrende Berichtszyklen bleiben in derselben Struktur.

Warum STRATON

Immobilienfachleute richten ein und betreuen

Software ordnet die Unterlagen nicht. Ein leerer Ordnerbaum, ein Handbuch und technischer Support beantworten nicht, wer die Unterlagen sortiert und wer erkennt, dass die Baulastenauskunft fehlt oder die Nachtragskette eines Ankermietvertrags unterbrochen ist. Genau dort entstehen Verzögerungen.

Üblich ist, dass die Plattform bereitgestellt und der Aufbau dem Verkäufer oder dessen Beratern überlassen wird. Wir übernehmen den Aufbau selbst. Tobias Streckel begleitet seit über zwanzig Jahren institutionelle Immobilienmandate: Fonds- und Portfoliomanagement, Transaktionsmanagement, Bewertung. Der Datenraum ist aus dieser Praxis entstanden, weil die verfügbaren Lösungen die Struktur, die wir ohnehin jedes Mal von Hand herstellen mussten, nicht mitbrachten.

Wir legen die Gliederung an, benennen und sortieren die Unterlagen, prüfen Vollständigkeit, Aktualität und Zuordnung gegen die Sollstruktur und melden erkennbare Lücken vor der Freigabe. Die rechtliche und steuerliche Bewertung der Dokumente bleibt Ihren Rechts- und Steuerberatern vorbehalten. Wir richten Rechte und Bietergruppen ein, steuern das Q&A und übergeben am Ende ein abgeschlossenes Archiv. Sie erhalten dafür feste Ansprechpartner, die den Immobilienbegriff kennen und nicht erst nachfragen, was eine Erhaltungsrücklage, ein Erbbauzins-Anpassungsvorbehalt oder ein Berichtigungszeitraum nach § 15a UStG ist.

STRATON ist eine kleine, spezialisierte Einheit. Das ist beabsichtigt. Ihr Ansprechpartner ist Tobias Streckel, Managing Director; er betreut Ihren Datenraum selbst. Die Plattform ist eine Eigenentwicklung, die wir selbst betreiben. Anpassungen an eine Gliederung, eine Berichtslogik oder einen Freigabeprozess sind daher eine Frage der Abstimmung.

  • Aufbau und Pflege übernehmen wir, nicht Sie
  • Formale Vollständigkeits- und Aktualitätsprüfung gegen eine fachliche Sollstruktur vor der Freigabe
  • Feste Ansprechpartner mit institutioneller Immobilienpraxis
  • Eigene Plattform, eigener Betrieb, Anpassungen in direkter Abstimmung
Ablauf

So kommen Sie zum Datenraum

Fünf Schritte vom ersten Gespräch bis zum Abschlussarchiv. Der Datenraum selbst steht in wenigen Tagen. Wie schnell er öffnen kann, hängt davon ab, in welchem Zustand die Unterlagen vorliegen.

Erstgespräch

Wir klären Zweck und Rahmen: Einzelobjekt oder Portfolio, Asset Deal oder Share Deal, Transaktion oder Dauerbestand, Zeitplan, Beteiligte und Phasenmodell. Aus diesem Gespräch ergibt sich, welche Gliederung greift und welche Kapitel besonderes Gewicht haben. Wir sagen Ihnen auch, was erfahrungsgemäß fehlen wird.

Struktur und Index

Wir legen den Datenraum an und bauen den Index nach Immobilien-Logik auf, ergänzt um die Kapitel, die Ihr Vorhaben verlangt. Sie erhalten den Index als Dokumentenanforderungsliste, gegliedert nach Zuständigkeit. Damit lässt sich die Beschaffung parallel bei Verwaltung, Technik, Steuerberatung und Rechtsabteilung starten.

Befüllung und Prüfung

Unterlagen können als Massen-Upload eingespielt werden, auch aus gewachsenen Ablagen. Wir sortieren ein, benennen einheitlich, machen Scans durchsuchbar und prüfen gegen die Vollständigkeitsmatrix. Fehlende, veraltete oder nur als Entwurf vorliegende Dokumente melden wir Ihnen als Liste zurück.

Freigabe der Nutzer

Nutzergruppen, Rechteprofile und Bietergruppen werden eingerichtet und vor der Öffnung gegen das abgestimmte Phasenmodell kontrolliert. Vertraulichkeitsvereinbarung, Wasserzeichen und Download-Regeln werden je Gruppe gesetzt. Erst danach werden die Zugänge versandt, phasenweise und nachvollziehbar dokumentiert.

Betrieb und Abschlussarchiv

Während der Laufzeit betreuen wir Uploads, Rechteänderungen und das Q&A und berichten über Aktivität und offene Punkte. Zum Stichtag frieren wir den Datenraum ein und übergeben das Archiv.

Technik

Funktionen im Überblick

Beschreibung der tatsächlich vorhandenen Funktionen. Die folgenden Angaben sind eine Selbstauskunft des Anbieters; eine Zertifizierung durch eine akkreditierte Stelle besteht nicht.

Verschlüsselung

Die Übertragung erfolgt ausschließlich über TLS, ruhende Daten werden auf Speicherebene verschlüsselt abgelegt.

Betrieb in Deutschland

Betrieb auf eigener Infrastruktur in Deutschland.

Rollen und Rechte

Berechtigungen werden je Datenraum, Ordner und Dokument nach dem Need-to-know-Prinzip vergeben, getrennt nach Lesen, Herunterladen und Drucken.

Wasserzeichen

Angezeigte und heruntergeladene Dokumente werden mit einem Wasserzeichen versehen, das Benutzer und Zeitpunkt ausweist.

Aktivitätsprotokoll

Jeder Zugriff, Download, Upload und jede Rechteänderung wird mit Zeitstempel, Benutzerkennung und Aktion fortlaufend protokolliert; das Protokoll wird ausschließlich schreibend geführt und ist über die Anwendung nicht änderbar.

Volltextsuche und OCR

Eingescannte Unterlagen werden per Texterkennung erschlossen und sind zusammen mit allen übrigen Dokumenten im Volltext durchsuchbar.

Massen-Upload

Ganze Ordnerstrukturen und Archivdateien lassen sich in einem Vorgang einspielen; die fachliche Einsortierung übernehmen wir.

Index-Export

Das vollständige Dokumentenverzeichnis lässt sich als Datei exportieren und dient zugleich als Anforderungs- und Prüfliste.

Q&A-Modul

Fragen werden Kapiteln und Fachbereichen zugeordnet, mit Fristen versehen, beantwortet und wahlweise einzeln oder gruppenweit veröffentlicht.

Archivübergabe

Signiertes Archiv mit Index, Q&A-Verlauf und Protokoll zum Stichtag.

Getrennte Datenräume

Jeder Datenraum wird getrennt geführt; Zugänge gelten ausschließlich für den jeweils zugeordneten Datenraum.

Auftragsverarbeitung

Wir schließen einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO; die technischen und organisatorischen Maßnahmen werden darin beschrieben.

Fragen

Häufige Fragen

Worin unterscheidet sich ein Datenraum von einer gewöhnlichen Cloud-Ablage?

Eine Cloud-Ablage teilt Dateien, ein Datenraum steuert eine Offenlegung. Der Unterschied liegt in der Feinheit der Rechtevergabe, in der Trennung von Bietergruppen, in der Protokollierung jedes einzelnen Zugriffs und in der Möglichkeit, den Stand zum Stichtag einzufrieren und als Archiv zu übergeben. Hinzu kommt der strukturierte Frage-und-Antwort-Prozess, der Fragen aller Prüfer zentral sammelt und die Antworten kontrolliert verteilt. Bei einer gewöhnlichen Ablage lässt sich später nicht belastbar nachweisen, wer wann welches Dokument einsehen konnte.

Nach welcher Struktur bauen Sie den Datenraum auf?

Wir orientieren uns an den im deutschen Immobilienmarkt verbreiteten Datenraum-Systematiken, unter anderem der gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V. (gif), und ergänzen sie um die Kapitel, die heute erwartet werden. Die Hauptgliederung umfasst Liegenschaft und Grundbuch, öffentlich-rechtliche Verhältnisse, Mietverhältnisse, Technik, Bau und Umwelt, kaufmännische Bewirtschaftung, ESG und Energie, Versicherungen, Steuern, Finanzierung, Gesellschaft sowie Historie und Schriftverkehr. Je nach Objekt kommen Wohnungseigentum, Erbbaurecht sowie Altlasten, Kampfmittel und Denkmalschutz hinzu. Bei Portfolios bildet die erste Ebene das Objekt ab, darüber liegt ein portfolioübergreifendes Kapitel mit konsolidiertem Mietvertragsspiegel, Rahmenverträgen und Strukturübersicht. Beim Share Deal kommt die Gesellschaftsebene hinzu, die üblicherweise in der Schlussphase geöffnet wird. Die konkrete Gliederung stimmen wir vor dem Aufbau mit Ihnen und Ihren Beratern ab.

Wo liegen die Daten und wer hat Zugriff?

Die Plattform ist eine Eigenentwicklung und läuft auf eigener Infrastruktur in einem Rechenzentrum in Deutschland. Eine Verarbeitung in einer US-Cloud oder eine Weitergabe in Drittstaaten findet nicht statt. Ihr Unternehmen bleibt Verantwortlicher für die eingestellten Daten; wir verarbeiten sie als Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO. Bieter, Finanzierer und Prüfer sind für ihre eigene Verarbeitung selbst verantwortlich; die Offenlegung ihnen gegenüber steuern Sie über die Freigaben. Eingesetzte Unterauftragsverarbeiter, etwa Betreiber des Rechenzentrums und Wartung, benennen wir im Auftragsverarbeitungsvertrag; sie sind nach Art. 28 DSGVO gebunden und in Deutschland ansässig. Auf Anwendungsebene haben nur die von Ihnen freigegebenen Nutzer sowie die administrativ tätigen Personen auf unserer Seite Zugriff, deren Tätigkeit ebenfalls protokolliert wird. Für regulierte Auftraggeber, also Banken, Versicherer, Versorgungswerke und Kapitalverwaltungsgesellschaften, stimmen wir die vertraglichen Anforderungen an Dienstleisterbezug und Auslagerung im Einzelfall ab und stellen die dafür üblichen Informations- und Prüfrechte, Nachweise und Ausstiegsregelungen bereit. Diese Angaben sind eine Selbstauskunft; eine Zertifizierung durch eine akkreditierte Stelle besteht nicht, und wir werben nicht mit Prüfzeichen, die wir nicht führen.

Was geschieht nach dem Closing mit dem Datenraum?

Der Datenraum wird zum vereinbarten Stichtag eingefroren, sodass keine Änderungen mehr möglich sind. Sie erhalten ein vollständiges Archiv mit allen Dokumenten in der Struktur des Datenraums, dem Index, dem gesamten Frage-und-Antwort-Verlauf und dem Aktivitätsprotokoll. Das Archiv wird signiert übergeben und bleibt ohne unsere Plattform lesbar; der Versand physischer Datenträger ist dafür nicht erforderlich. Käufer- und Verkäuferseite erhalten jeweils ein eigenes Exemplar, sofern dies vereinbart ist. Auf Wunsch führen wir den Bestand anschließend als Dauerdatenraum für das laufende Asset Management weiter.

Wie viel Vorarbeit müssen wir leisten und wie schnell kann es losgehen?

Den Ablauf finden Sie oben; entscheidend für den Zeitplan ist allein die Beschaffung der Unterlagen. Die Einrichtung des Datenraums selbst dauert nur kurz. Vorhandene Ablagen können Sie als Massen-Upload übergeben, auch unsortiert; das Einsortieren, Benennen und Erschließen übernehmen wir. Als Faustregel empfiehlt sich ein Vorlauf von etwa vier Wochen vor der Marktansprache, damit Lücken noch geschlossen werden können. Ein Datenraum lässt sich auch kurzfristiger öffnen, dann allerdings mit sichtbaren Fehlstellen.

Was kostet der Datenraum?

Der Preis richtet sich nach Umfang und Betreuungstiefe: Zahl der Objekte, Datenvolumen, Laufzeit sowie danach, ob wir den Datenraum nur bereitstellen oder Aufbau, Befüllung, Prüfung und Q&A-Steuerung übernehmen. Wir arbeiten mit einem Angebot auf Anfrage statt mit Standardpaketen, weil ein Einzelobjekt und ein Portfolio mit gewachsenen Altbeständen nicht sinnvoll dieselbe Kalkulation tragen. Nach dem Erstgespräch erhalten Sie ein Angebot auf Grundlage des abgestimmten Umfangs. Umfang, Laufzeit und Abrechnungsgrundlage werden im Angebot festgelegt.

STRATON Datenraum

Ihr Datenraum steht in wenigen Tagen

Schildern Sie uns Anlass, Objekt- oder Portfolioumfang und Zeitplan. Sie erhalten innerhalb eines Werktags eine Rückmeldung und ein Angebot zum Festpreis – unverbindlich.

Antwort innerhalb eines Werktags Betrieb in einem Rechenzentrum in Deutschland Auftragsverarbeitungsvertrag zu jedem Datenraum Verschwiegenheit, NDA auf Wunsch